STAIRS and TRAINS.

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Milane Nov 15, 2009, 10:23 am

Ich habe geträumt.

Wir verlassen den Konzertsaal und gehen die Treppe herunter.

R ist geduldig.

Small Talk links, rechts, weiter herab... bis unten.

Ein langsamer Abschied.

Vorne sehe ich schon den Ausgang, draußen ist es bereits wieder hell.

Ich taumle etwas und verliere beinah mein Bewußtsein.. weiterlaufen.

Sonne.

Wir fahren durch den ultraweißen Schnee.

im schwarzen Jeep.

Da! Ein roter Skihase.

Der Bahnhof.

Ein gelber Regionalzug wartet.

Schöne große Fenster, gemütlich.

Wir warten.. ein Mann hat einen schlimmen Unfall.

Ich blinzle, ich drehe mich weg, ich kann nicht hinsehen.

Die Frau rettet ihn. Sie ist Putzfrau.

Die anderen Reinigungsleute sind gerade noch im Zug, da fährt dieser schon eilig ruckelnd an... sie verlassen den Zug fluchend und fluchtartig.

Der Zugführer lässt sich nicht beeindrucken.

Einer von denen stand sogar noch mit einen Fuß im Zug.

Wir fahren zu dem Haus am See, dort ist es so wunderschön und verzaubert, das weiß ich schon.

Ich war oft an diesem Ort, doch diesmal ist er wieder anders.

Das Wasser ist kein Meer mehr.

Das Haus kein Hotel.

Ein gutes Gefühl.

Wälder sausen am Zug vorbei.

Ich entspanne mich völlig, leuchte.

Wir halten kurz und fahren bald weiter.

Das Licht wird heller.

Plötzlich sitzt sie neben mir.

Sie ist das blonde Mädchen das gestern bei ihm stand, ganz schwarz und schön.

Der Schmetterling vom letzten Jahr.

Ich lege tröstend den Arm um sie.

Sie legt den Kopf schwer an meine Schulter und seuftz tief.

Kleine Tränchen der Erlösung kullern... sie ist klein und warm und sanft, ihr Haar ist seidig.

"Ach Mäuschen... ." sage ich.

Ich lasse meinen Kopf auf ihren sinken.

Vier Knie, ein Boden.

Zwei kleine Mäuschen und so sitzen wir Beide da, spüren unsere Körper durch den Raum fahren.

Vorwarts. Medium schnell. Aber zügig. Stetig. Bestimmt. Sicher. STILL.

R beobachtet uns schweigend aus dem Hintergrund, ist nachdenklich.

Schutz.

Das Ziel ist schon sichtbar führ ihn.

Er ist so weit weg.

Sie ist wieder fort.

Dann fahren wir in den Bahnhof ein.

Ich bin FREI.

Ende.